ChatGPT wird mächtiger – was Sora & Co. für dein Business bedeuten

Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist täglicher Begleiter in unserem Alltag. Während viele noch über die Vor- und Nachteile von KI diskutieren, nutzen andere bereits das große Potenzial und bringen ihre Prozesse auf ein ganz neues Level. Eine der treibenden Kräfte der KI-Welt ist das US-amerikanische Softwareunternehmen OpenAI. Dieses hat mit der Veröffentlichung des berühmten Text-Generators ChatGPT Ende 2022 den Grundstein einer neuen Ära gelegt. Mit den jüngsten Innovationen wie der Projekt-Funktion und dem bahnbrechenden Video-Tool Sora bringt OpenAI frischen Wind in die Welt der Künstlichen Intelligenz. Genau hier kommt dein Unternehmen ins Spiel. Wer die neuen Tools clever nutzt, kann heute schon Vorsprung aufbauen, der morgen über Marktanteile entscheidet.

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Warum sich ein Blick auf ChatGPT gerade jetzt besonders lohnt

Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung hingelegt – von einfachen Sprachassistenten auf dem Smartphone bis hin zu hochkomplexen Systemen, die mittlerweile ganze Arbeitsprozesse automatisieren können. ChatGPT ist eines der prominentesten Beispiele dafür, wie schnell sich diese Technologie weiterentwickelt und dabei an praktischer Relevanz gewinnt. Während KI früher vor allem in der Forschung und in Tech-Konzernen ein Thema war, ist sie heute in allen Bereichen fester Bestandteil. Ob lokales Restaurant, mittelständisches Produktionsunternehmen oder internationales Dienstleistungsunternehmen – immer mehr Betriebe erkennen, dass sie mit Künstlicher Intelligenz schneller, effizienter und in vielen Fällen auch kreativerarbeiten können.

ChatGPT – mehr als nur ein Textgenerator

ChatGPT hat sich in kurzer Zeit von einem reinen Textgenerator zu einem vielseitigen Business-Tool entwickelt. Seit der Einführung im November 2022 nutzen Millionen Menschen weltweit das Tool, um Prozesse zu beschleunigen, Content zu erstellen oder Anfragen zu beantworten. Mit jeder neuen Version steigt nicht nur die Qualität der Antworten, sondern auch der Funktionsumfang. Die Basis für diesen Fortschritt bildet das Modell GPT-4 Turbo, das seit Ende 2023 verfügbar ist. Es wurde für längere Kontexte optimiert und kann größere Datenmengen verarbeiten. Besonders spannend ist dabei die Fähigkeit von ChatGPT, sich immer weiter an die individuelle Sprache und den Stil eines Unternehmens anzupassen. Das bedeutet: Je häufiger du das Tool nutzt, desto besser lernt es dich kennen –und liefert dir auf Dauer schnellere und bessere Ergebnisse, was deinen Arbeitsalltag enorm erleichtert. Es geht nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern darum, mit KI gemeinsam produktiver zu werden.

Der Nutzen für Unternehmen: Von Content bis Kundenservice

Die Integration von KI-Tools wie ChatGPT verändert nicht nur den digitalen Alltag, sondern auch grundlegende Abläufe in Unternehmen. Besonders spürbar ist das in den Bereichen Content-Erstellung und Kundenkommunikation – zwei zentrale Säulen, wenn es um Sichtbarkeit, Markenbildung und Servicequalität geht. Gerade für kleine und mittlere Betriebe kann der Einsatz von KI den entscheidenden Unterschied machen.

  • Contentproduktion: Blogartikel, Social-Media-Posts, E-Mail-Kampagnen – all das lässt sich mit KI schneller erstellen..
  • Automatisierter Kundenservice: Chatbots auf Basis von GPT-4 verstehen Sprache besser als je zuvor. Sie beantworten Anfragen präzise, rund um die Uhr und in mehreren Sprachen.
  • Ideenentwicklung und Brainstorming: ChatGPT ist der perfekte Partner für kreative Prozesse, egal ob neue Kampagnenideen, Slogans oder Werbekonzepte.
  • Interne Effizienz: Auch Aufgaben wie das Zusammenfassungen von Meetings oder Rechercheaufgaben lassen sich hervorragend an die KI auslagern.
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ChatGPT wird persönlicher – das steckt hinter der neuen Projekt-Funktion

Wer häufiger mit ChatGPT arbeitet, kennt das Problem: Man startet eine neue Sitzung, stellt seine Frage und die KI hat keine Ahnung, was man davor schon gefragt hat oder in welchem Zusammenhang der neue Prompt steht. Das ist besonders mühsam, wenn man in komplexeren Projekten arbeitet, bei denen Hintergrundwissen, Stil und Zielsetzung über mehrere Sessions hinweg erhalten bleiben sollten. Genau hier setzt die neue Projekt-Funktion an. Sie erlaubt es, verschiedene Inhalte und Interaktionen thematisch zusammenzufassen. So behält ChatGPT den Überblick und entwickelt mit der Zeit ein besseres Verständnis für das große Ganze. Das verändert die Zusammenarbeit grundlegend: Statt ständig bei null zu starten, fühlt es sich an, als würde man mit einer lernfähigen Person zusammenarbeiten. Sie ist jederzeit abrufbereit, kennt die bisherigen Gespräche und erinnert sich an die spezifischen Anforderungen eines Projekts. Und je mehr man mit einem Projekt arbeitet, desto reibungsloser wird der Workflow.

Was sind „Projekte“ bei ChatGPT?

Im Kern handelt es sich bei einem Projekt um eine Art virtuellen Arbeitsbereich, in dem alle Gespräche, Notizen und hochgeladenen Dateien zu einem bestimmten Thema oder Auftrag zentral gesammelt werden. Der große Vorteil: Die KI kann innerhalb dieses Projekts auf alles Bezug nehmen, was du vorher mit ihr besprochen hast – und zwar nicht nur auf die letzte Frage, sondern auf den gesamten Verlauf. Das bedeutet konkret: Wenn du in einem Projekt eine bestimmte Tonalität festgelegt hast, eine bestimmte Person als Zielgruppe definiert oder eine Strategie entworfen hast, dann erinnert sich ChatGPT auch Tage später noch daran. Du musst diese Informationen nicht ständig wiederholen. Das macht die Zusammenarbeit mit der KI effizienter. Die Projekt-Funktion ist vor allem wertvoll, wenn du regelmäßig:

Besonders interessant ist auch, dass sich innerhalb eines Projekts mehrere Chat-Verläufe anlegen lassen. So kannst du verschiedene Themenstränge sauber voneinander trennen, ohne den übergeordneten Kontext zu verlieren. Aber Achtung: Hast du einen Chat mit einem personalisierten GPT erstellt, kannst du diesen später nicht in ein Projekt verschieben! Was jedoch positiv auffällt: Die Oberfläche bleibt trotz des erweiterten Funktionsumfangs intuitiv. Du kannst zwischen Projekten wechseln, sie benennen und verwalten – ganz ohne technisches Know-how. Dadurch ist die Funktion neben Tech-Teams oder Datenanalysten auch für Texter:innen, Marketingverantwortliche, Projektmanager:innen oder Selbstständige geeignet. Kurz gesagt für alle, die mit Struktur arbeiten wollen, ohne sich in Tools zu verlieren.

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Wie du Projekte für dein Business nutzen kannst

Die neue Projekt-Funktion von ChatGPT eröffnet Unternehmen eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten, die weit über die klassische Nutzung als reiner Textgenerator hinausgehen. Du kannst Inhalte, Dateien und Konversationen thematisch bündeln. Dadurch schaffst du dir eine bessere Übersicht und einen langfristigen Wissensspeicher, auf den du jederzeit zugreifen kannst. Gerade im Business-Kontext ist das ein enormer Vorteil, denn es spart Zeit und verbessert die Qualität deiner Arbeit. Hier findest du einige konkrete Einsatzbereiche, wie du Projekte strategisch in deinem Unternehmen nutzen kannst:

1. Redaktionsplanung für Content-Marketing

Ob Blogartikel, Social-Media-Posts oder Newsletter – Content will nicht nur geschrieben, sondern auch gut geplant werden. Mit ChatGPT-Projekten kannst du ganze Redaktionszyklen abbilden: von der Themenrecherche über die Keyword-Planung bis hin zur konkreten Texterstellung. So hast du alle Inhalte eines Monats oder Quartals übersichtlich in einem Projekt gesammelt. Die KI kann bereits geschriebene Inhalte referenzieren, Wiederholungen vermeiden und Themen strategisch weiterentwickeln.

2. Kundenprojekte und individuelle Kampagnen

Wenn du als Agentur mehrere Kund:innen betreust, kannst du pro Kund:in ein Projekt anlegen. Darin hinterlegst du alle relevanten Informationen, Zielgruppenbeschreibungen, E-Mail-Korrespondenz oder Marketingstrategien. ChatGPT erkennt die jeweilige Tonalität und den Kontext und liefert direkt passende Vorschläge.

3. Produktentwicklung und Ideenfindung

Auch im Innovationsbereich ist ein Projekt sehr hilfreich. Von der Marktanalyse über die Zielgruppenansprache bis hin zu ersten Entwürfen für Werbematerialien kannst du alle Entwicklungsschritte in einem ChatGPT-Projekt begleiten lassen. Die KI hilft bei der Ideengenerierung und liefert nützliche Hinweise zur Positionierung und Differenzierung eines Produkts am Markt.

4. Onboarding und Schulung von Mitarbeitenden

Ein weniger offensichtlicher, aber sehr praktischer Anwendungsfall: interne Wissensvermittlung. Du erstellst ein Projekt, das alle wichtigen Informationen für neue Mitarbeitende beinhaltet. Dies umfasst beispielsweise Leitfäden, typische Fragen, Unternehmenssprache, Zielgruppen und mehr. Die KI kann daraus sogar Quizfragen generieren oder Inhalte zusammenfassen. Das macht das Onboarding effizienter und zugleich interaktiver.

5. Strategische Unternehmensplanung

Auch für langfristige Themen wie Unternehmensvision, Jahresziele oder neue Geschäftsmodelle lassen sich Projekte sinnvoll einsetzen. Du entwickelst deine Ideen Schritt für Schritt weiter, reflektierst vergangene Strategien und bekommst laufend Impulse, ohne jedes Mal bei null anzufangen.

6. Begleitung von Pitches 

Du musst regelmäßig Präsentationen für interne oder externe Zwecke vorbereiten? Dann ist ein dediziertes ChatGPT-Projekt dein idealer Vorbereitungsraum. Darin kannst du Gliederungen entwickeln, Bulletpoints ausformulieren lassen, Fragen antizipieren und sogar Redetexte schreiben. Besonders hilfreich: Die KI passt sich dabei deinem Sprachstil an und berücksichtigt beispielsweise, ob du sachlich oder emotional präsentieren möchtest.

7. Kampagnen mit mehreren Assets und Zielgruppen

Gerade bei größeren Kampagnen mit verschiedenen Formaten (z. B. Website, Social Media, Print, Video) lohnt es sich, alle Ideen, Abstimmungen und Texte innerhalb eines Projekts zu bündeln. So behältst du den Überblick über alle Assets und kannst auf Basis vergangener Inhalte schneller neue Varianten entwickeln. Auch die Analyse von A/B-Tests oder die Übersetzung in andere Sprachen bei länderübergreifenden Kampagnen kann KI für dich übernehmen.Diese große Vielfalt zeigt: Projekte sind kein nettes Add-on, sondern ein echtes Organisations- und Effizienztool. Richtig eingesetzt, verbessern sie dein Marketing, deinen Vertrieb, deine interne Kommunikation und sogar die Produktentwicklung – mit dem großen Vorteil, dass alles an einem Ort bleibt und sich immer weiterentwickeln lässt.

Beispiel aus der Praxis: So arbeiten wir bei der Mediax mit ChatGPT-Projekten

Bei der Mediax nutzen wir die Projekt-Funktion von ChatGPT täglich. Innerhalb eines Projekts arbeiten wir mit separaten Chats zu einzelnen Themen, zum Beispiel für Social-Media-Texte, Werbekampagnen oder Blogartikel. Dadurch haben wir sämtliche Inhalte, Briefings und Dateien gebündelt an einem Ort – klar zugeordnet und jederzeit abrufbar. Das erspart uns langes Suchen in alten Konversationen und macht unsere Arbeitsprozesse deutlich effizienter. Gerade bei komplexeren Projekten ist diese Art der Organisation ein echter Gamechanger. Ein typisches Beispiel: Für unseren eigenen Social-Media-Auftritt gibt es innerhalb des entsprechenden Projekts einen eigenen Chat für jeden Kanal. Das ist wichtig, weil auf unterschiedlichen Plattformen auch unterschiedliche Zielgruppen unterwegs sind. So können wir den Content gezielt an die jeweilige Zielgruppe anpassen und personalisieren.

Sora: Die nächste KI-Revolution kommt im Videoformat

Nachdem ChatGPT bereits die Art verändert hat, wie wir Texte schreiben, Informationen recherchieren und Ideen entwickeln, brachte OpenAI mit „Sora“ ein weiteres revolutionäres Tool auf den Markt – diesmal im Bereich Bewegtbild. Was bislang wie ein Zukunftstraum wirkte, wird mit Sora greifbar: Videos, die nicht von Kamerateams produziert, sondern von einer KI aus Text generiert werden. Und das in einer Qualität, die bereits jetzt verblüffend realistisch wirkt. Die Veröffentlichung von Sora zeigt deutlich, in welche Richtung sich die Welt der Contentproduktion entwickelt. KI ist längst nicht mehr nur für statische Inhalte zuständig. Sie übernimmt zunehmend kreative, visuelle und multimediale Aufgaben. Für Unternehmen bedeutet das eine völlig neue Dimension der Effizienz, Skalierbarkeit und gestalterischen Freiheit.

Was ist Sora und was kann es?

Sora ist das neueste KI-Tool von OpenAI – ein sogenanntes Text-zu-Video-Modell. Seit wenigen Monaten ist es für Nutzer:innen von ChatGPT mit Plus- oder Pro-Abo verfügbar. Es hat in kürzester Zeit für enormes Aufsehen gesorgt. Der Grund: Sora generiert realistische, visuell eindrucksvolle Videos auf Basis einfacher Texteingaben. Das bedeutet, du beschreibst eine Szene mit Worten. Diese Beschreibung verwandelt Sora in ein animiertes Video mit stimmiger Perspektive, natürlichem Licht und nachvollziehbarer physikalischer Dynamik. Bisherige KI-Video-Modelle waren oft auf einfache Animationen oder stilisierte Sequenzen beschränkt. Sora produziert hingegen Videoinhalte in einer Qualität, die teils an reales Filmmaterial erinnert. Bis zu 20 Sekunden lange Clips sind möglich – in Full-HD-Auflösung und mit beeindruckenden Details. Die KI versteht nicht nur, was du beschreibst, sondern interpretiert auch anspruchsvolle visuelle Zusammenhänge wie Objektbewegungen, Interaktionen zwischen mehreren Elementen oder filmische Kameraperspektiven. Laut OpenAI kann Sora :

  • Komplexe Szenen mit mehreren Personen erzeugen
  • Realistische Bewegungen simulieren
  • Licht, Schatten und Tiefenschärfe dynamisch anpassen
  • Kreative Visionen als Storytelling-Videos umsetzen

Die Technologie dahinter basiert auf hochentwickelten Diffusionsmodellen, die mit riesigen Mengen an Video- und Textdaten trainiert wurden. Dadurch ist Sora in der Lage, nicht nur realistische Bilder zu erzeugen, sondern diese auch logisch zusammenhängend zu animieren. Besonders spannend: Die KI setzt auch kreative Anweisungen um – wie etwa „ein goldener Fisch, der durch die Luft schwimmt und dabei eine Spur von Sternenstaub hinterlässt“. 

Für Unternehmen markiert Sora damit den Einstieg in eine neue Ära der Contentproduktion.

Text-zu-Video mit KI – wie Sora die Content-Creation verändert

Bislang war Videoerstellung teuer, aufwendig und oft nur mit spezialisierten Teams machbar. Sora dreht das um: Plötzlich ist jeder in der Lage, mit wenigen Zeilen Text ein Video zu produzieren. Das bedeutet mehr kreative Freiheit, schnellere Umsetzungen und eine neue Dynamik im Marketing. Das sind die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Schnelligkeit: Videos lassen sich in Minuten erstellen statt in mehreren Tagen.
  • Kosteneffizienz: Kein Filmteam, keine Drehtage.
  • Personalisierung: Inhalte können flexibel auf Zielgruppen abgestimmt werden.
  • Barrierefreiheit: Auch kleine Unternehmen können mit hochwertigem Videocontent überzeugen.

Die Möglichkeiten reichen von Social-Media-Spots über Produktvideos bis hin zu animierten Erklärclips. Allerdings gilt: Wer konkrete Produkte mit klar definiertem Aussehen zeigen möchte – etwa eine spezielle Uhr oder eine Maschine mit Wiedererkennungswert – stößt aktuell noch an Grenzen. Denn Sora erzeugt generische Bilderwelten, nicht dein echtes Produkt. Anders sieht es aus, wenn die Optik nebensächlich ist. Ein stimmungsvolles Video über knuspriges Brot, frisches Gemüse oder eine entspannte Alltagsszene funktioniert hervorragend – gerade für Branchen wie Gastronomie, Tourismus oder Lifestyle-Marken. Hier kann Sora bereits heute wertvolle Dienste leisten und neue kreative Möglichkeiten eröffnen.

Sora senkt die Einstiegshürde in die Videoproduktion massiv und gibt Unternehmen die Chance, mit Bewegtbild genauso spontan und kreativ zu arbeiten wie bisher mit Text. Wer dieses Potenzial jetzt erkennt und nutzt, wird beim digitalen Storytelling in Zukunft ganz vorne mitspielen.

Die Grenzen von Sora: (Noch) nicht ganz Hollywood

So beeindruckend Sora auch ist – aktuell gibt es noch klare Einschränkungen, die man kennen und bei der Nutzung berücksichtigen sollte. Bei längeren Formaten, Dialogszenen oder stark interaktiven Inhalten stößt das System an seine derzeitigen Grenzen. Auch wenn die Kamerafahrten dynamisch wirken, kommt es gelegentlich zu Bildfehlern oder unrealistischen Details. Das ist vor allem bei Händen, Gesichtsausdrücken oder physikalisch unlogischen Übergängen der Fall. Manche Szenen wirken beim genaueren Hinsehen noch künstlich, was je nach Einsatzbereich ein Problem sein kann. Zum Beispiel in der Unternehmenskommunikation oder im medizinisch-technischen Bereich, wo Genauigkeit zählt, um Vertrauen mit der Zielgruppe aufzubauen.

Ein weiterer Punkt ist der Ton. Aktuell erzeugt Sora keine begleitende Audiospur. Wer also Musik, Soundeffekte oder Sprache hinzufügen möchte, muss diese extern einbinden – entweder manuell oder über ein zusätzliches Tool. Das erfordert etwas Know-how und macht den ansonsten sehr einfachen Workflow ein wenig aufwendiger. Nicht zuletzt steht die Technologie in vielen Ländern, darunter auch Teile Europas, unter rechtlicher und ethischer Beobachtung. Fragen zu Urheberrecht, Deepfakes und KI-Transparenz sind noch nicht vollständig geklärt. Meta verlangt eine KI-Kennzeichnung, wenn Inhalte fotorealistisches Videomaterial oder realistisch klingendes Audiomaterial enthalten, das digital erstellt, bearbeitet oder verändert wurde – einschließlich mit KI und hat ein entsprechendes KI-Label eingeführt. Unternehmen sollten daher genau prüfen, wofür sie Sora einsetzen – und ob der Content den geltenden Richtlinien und Qualitätsstandards entspricht. 

Kurz gesagt: Sora ist ein riesiger Schritt nach vorn, aber noch kein Alleskönner. Für viele Einsatzbereiche reicht das aktuelle Level völlig aus. Werden jedoch höchste Präzision oder besonders anspruchsvolle Inhalte benötigt, dient Sora momentan eher als Inspirationsquelle oder Prototyping-Tool und nicht als finale Produktionslösung.

 

Sora vs. Midjourney: Warum Sora für KMUs oft die bessere Wahl ist

Wer sich mit KI-generierten Inhalten beschäftigt, stößt früher oder später auf zwei große Namen: Midjourney und Sora. Auch wenn beide Tools mit künstlicher Intelligenz arbeiten und beeindruckende Ergebnisse liefern, verfolgen sie unterschiedliche Ansätze. Midjourney ist auf die Erstellung statischer Bilder spezialisiert, mit einem hohen Maß an Detail, Kreativität und künstlerischer Kontrolle. Vor allem im Bereich visuelles Storytelling und Kampagnenästhetik hat sich Midjourney längst etabliert. Sora hingegen bringt Bewegung ins Spiel. Es generiert aus Text komplette Videoszenen und ist damit vor allem für dynamische Inhalte wie Social-Media-Clips, Erklärvideos oder atmosphärische Szenen gedacht. Der große Vorteil: Sora richtet sich stärker an Anfänger:innen. Es braucht keine Design- oder Prompt-Erfahrung, keine Vorkenntnisse in Animation oder Bildbearbeitung. Wer eine Idee in Worte fassen kann, bekommt ein Video – so einfach ist das Prinzip.Ein direkter Qualitätsvergleich zwischen den beiden ist schwierig, da sie für unterschiedliche Aufgaben konzipiert sind. Während Midjourney bei Standbildern oft das visuell beeindruckendere Ergebnis liefert, punktet Sora mit seiner Vielseitigkeit, Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Für viele KMUs, die ohne großes Team schnell zu brauchbaren Ergebnissen kommen möchten, ist Sora daher oft der praktikablere Einstieg in die Welt der KI-generierten Inhalte. Die folgende Tabelle gibt dir noch einmal einen guten Überblick über die Vor- und Nachteile der beiden Tools:

 

KriteriumSoraMidjourney
BedienbarkeitIntuitiv, auch ohne großes Vorwissen leicht bedienbarAnspruchsvoller, erfordert genauere Kenntnisse im Erstellen von Prompts
Optimierung von ErgebnissenAnpassungen sind einfach und flexibel möglichÄnderungen sind oft herausfordernd und wenig steuerbar
Darstellung von DetailsKorrekte Umsetzung komplexer Elemente möglichSchwierigkeiten bei feinen Details (z.B. korrekte Reihenfolge von Zahlen)
TexteinblendungenEinfache und saubere Integration von Texten (z. B. Namensschilder)Texte sind schwerer einzufügen oder werden fehlerhaft dargestellt
Erfassung von Marken und LogosGelingt oft erstaunlich präziseMarkenelemente werden schwer erkannt oder nur ungenau dargestellt
ZielgruppeIdeal für schnelle, praxisorientierte Anwendungen und KMUsBestimmte Kenntnisse hinsichtlich Prompt-Erstellung notwendig
Zeitlicher AufwandGeringer Aufwand pro BeitragHöherer Aufwand für einzelne Designs
ErgebnisseRealistische, animierte Videos mit guter Bewegungs- und SzenenlogikHochästhetische, teils surreale oder stilisierte Bilder mit Detailtiefe

Innovative Technologien wie Sora und ChatGPT verändern die digitale Welt rasant und eröffnen uns Möglichkeiten, die gestern noch undenkbar waren. Wer heute die richtigen Entscheidungen trifft, schafft sich einen echten Vorsprung. Mit Mut, Know-how und den passenden Tools können wir gemeinsam die Zukunft gestalten – effizienter, kreativer und erfolgreicher als je zuvor.

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